Was Costa Rica einzigartig macht

Von Katiana Murillo*

 

1) √úberall gibt es Pflanzen und Tiere

Costa Rica Plants Photo: Katiana MurilloDas Territorium Costa Ricas ist so klein, dass es nur 0,03% der Oberfläche dieses Planeten ausmacht. Trotzdem gehört es zu den 20 Ländern der Erde mit der größten Artenvielfalt und der größten Artendichte. Dies bedeutet, dass in Costa Rica auf 1000 km² mehr Arten zu finden sind, als auf der gleichen Fläche in Brasilien oder in Kolumbien.

Costa Rica Animals Photo: Katiana MurilloNehmen wir Brasilien als Beispiel: Obwohl 166,6 Mal gr√∂√üer als Costa Rica, weist dieses Land im Durchschnitt 6,5 Pflanzenarten, 0,2 Vogelarten und 0,05 S√§ugetierarten pro 1000 km¬≤ auf; w√§hrend Costa Rica auf der gleichen Fl√§che durchschnittlich √ľber 234,8 Pflanzenarten, 16,9 Vogelarten und 4,6 S√§ugetierarten verf√ľgt. Tats√§chlich beherbergt Costa Rica mit einer Fl√§che von nur 51.100 km¬≤ fast eine Million Arten, welche 4% der vermuteten Artenvielfalt repr√§sentieren. Sind Sie bereit diese zu entdecken?

2) Der größte zweirädrige Karren und das größte Joch der Welt

Costa Rica Oxcart Photo: Katiana MurilloDer zweir√§drige Karren ist das Nationalsymbol der costaricanischen Arbeit und ein unverf√§lschter Ausdruck der Volkskunst des Landes. Das Gleiche gilt f√ľr das Joch, einem h√∂lzernen Ger√§t, das zum Anspannen der Ochsen an den Bauernkarren dient, wobei diese, um den Karren zu ziehen, damit am Nacken miteinander verbunden werden. Beide sind von solcher Bedeutung, dass man im Land sowohl den gr√∂√üten zweir√§drigen Karren wie auch das gr√∂√üte Joch der Welt, von bekannten costaricanischen Handwerkern und Malern gefertigt, finden kann.

Der im Jahr 2006 entworfene zweir√§drige Karren ist 2 m hoch und 6 m lang und zeichnet sich nicht nur durch seine monumentale Gr√∂√üe aus, sondern auch durch seine lebendigen Farben, in denen er bemalt ist. In fr√ľheren Zeiten war der zweir√§drige Karren das Haupttransportmittel, um den Kaffee sowie andere landwirtschaftliche Produkte zu den M√§rkten zu bringen.

Costa Rica Yoke Photo: Katiana MurilloDas Joch seinerseits, 2 m hoch und 4 m lang, wurde im Jahr 2007 entworfen, wobei man zu seiner Bemalung hunderte Galonen Farbe verwendete.

Der zweir√§drige Karren und das Joch werden in Sarchi ausgestellt, einer als Wiege des costaricanischen Kunsthandwerks bekannten Gemeinde und obligatorischer Halt f√ľr jeden Touristen, der die traditionelle costaricanische Kunst w√ľrdigen m√∂chte.

 

3) Der kleine Amazonas von Costa Rica

Tortuguero, Costa Rica Photo: ICTEs gibt nur einen Ort, wo die √ľppige Natur den Besucher umringt und das Wasser einen riesigen, die Lebenskraft reflektierenden Spiegel darstellt. Dies ist der Nationalpark Tortuguero. Umgeben von einem System nat√ľrlicher Kan√§le und Lagunen, die von S√ľdosten nach Nordosten verlaufen, ist dieser Park an der karibischen K√ľste zweifellos unser kleiner Amazonas. Er ist auch weltweit einer der wichtigsten Orte f√ľr den Schutz der Suppenschildkr√∂te und Heimat anderer interessanter Arten, wie dem Manat√≠, dem Krokodil und dem Gasparfisch; letzterer wird aufgrund seines Erscheinungsbilds als lebendes Fossil betrachtet.

Majest√§tische V√∂gel, wie der Blaureiher (Egretta cerulea), der gr√∂√üte Reiher des Landes und das Blatth√ľhnchen (Jacana), das im Tierreich dadurch bekannt ist, dass das Weibchen das Territorium sch√ľtzt und das M√§nnchen die K√ľken h√ľtet, bev√∂lkern diesen reichhaltigen Lebensraum. Die V√∂gel sind so mannigfaltig, dass sie die H√§lfte der Arten Costa Ricas ausmachen und die Gesamtheit der in Europa vorkommenden Arten √ľbertreffen. Sumpflagunen, S√ľmpfe und Schwemmwald sind Teil dieser Vielfalt unterschiedlicher Lebensr√§ume.

Tortuguero, Costa Rica Photo: Katiana MurilloAber Tortuguero besteht nicht nur aus Natur. Da er in der Karibik liegt, bildet er eines der gr√∂√üten afro-karibischen Kulturgebiete im Land. Die Mehrzahl seiner Bev√∂lkerung ist jamaikanischen Ursprungs und h√§lt an K√ľche, T√§nzen und Traditionen fest. Die Gerichte sind √ľberwiegend pikant und viele verwenden die Kokosnuss. Dies verwandelt Tortuguero in einen faszinierenden Ort, sowohl um Kultur als auch Natur zu erleben.


 

4) Die Feuerwunder von Costa Rica

Arenal Volcano, Costa Rica Photo: Katiana MurilloAls Teil des pazifischen Feuerg√ľrtels geh√∂ren die Vulkane Costa Ricas zu den √úberw√§ltigendsten der Welt. Tats√§chlich ist das heute zum Land geh√∂rende kontinentale Gebiet Ergebnis einer komplexen vulkanischen Aktivit√§t, die vor 75 Millionen Jahren begann und immer noch andauert.

Wenn man jeden Krater, in dem eine Eruption stattgefunden hat, ber√ľcksichtigt, erreicht die Zahl der Vulkane beeindruckende 112. Gegenw√§rtig sind einige von ihnen beliebte Nationalparks, die interessante nat√ľrliche Lebensr√§ume sch√ľtzen.

Arenal Volcano, Costa Rica Photo: Katiana MurilloEiner von ihnen ist der Vulkan Arenal. Er z√§hlt aus gutem Grund zu den 10 aktivsten Vulkanen weltweit: H√§ufig √ľberrascht er seine Besucher mit einem Schauspiel aus Rauch und wei√ügl√ľhender Lava, die begleitet von Felslawinen und aus der Tiefe emporkommenden T√∂nen, an seinen Flanken herabflie√üt. Sie erreicht sogar eine Geschwindigkeit von 70 km pro Stunde und eine Temperatur von 1.000 Grad Celsius.

Der letzte große Ausbruch des Vulkans Arenal ereignete sich 1968. Bis dahin nahm man an, dass der Vulkan nur ein weiterer Gipfel in der Vulkankordillere von Guanacaste sei. Er wurde 1994 zum Nationalpark erklärt. Jetzt bilden die Thermalquellen eine der Hauptattraktionen des Gebiets zusammen mit herrlichen Landschaften, Naturpfaden und Abenteueraktivitäten.

 

 

5) Un héritage indigène qui reste toujours un mystère

Stones Spheres, Costa Rica Photo: Museos del Banco CentralObwohl die indigenen V√∂lker Costa Ricas vor der Ankunft der Spanier keine architektonischen Strukturen errichteten, die mit den Mayapyramiden im n√∂rdlichen Zentralamerika konkurrieren k√∂nnten, hinterlie√üen uns die am S√ľdpazifik Costa Ricas lebenden Vorfahren als Verm√§chtnis eine mysteri√∂se Anfertigung kunstvoll gearbeiteter Steinkugeln, deren Bedeutung bis heute ein Geheimnis bleibt.

In Costa Rica sind 235 Steinkugeln registriert, alle mit einem Gesamtumfang zwischen 20 cm und 2 m. Sie wurden in einer Periode geschaffen, die ungef√§hr 400 v.Chr. begann und sich bis zur Kolonisierung Costa Ricas durch die Spanier hinzog. Der Gro√üteil wurde am S√ľdpazifik gefunden und bildete ein so wichtiges Element f√ľr diese Gesellschaften, dass ihre Anfertigung sich nahezu √ľber tausend Jahre erstreckte.

Stones Spheres, Costa Rica Photo: Museos del Banco CentralDiese Kugeln waren mit präkolumbischen Völkern und Regionen assoziiert, wo sie auf Plätzen, Durchgangszonen und offenem Gelände ausgestellt wurden. Sie bildeten eine Art Kunst zum Anschauen, vielleicht dienten sie zur Unterscheidung der sie herstellenden Völker von ihren Nachbarn. Die Kugeln wurden häufig untereinander unter Bildung von Linien, Dreiecken oder Rechtecken mit unbekannter Bedeutung ausgerichtet.

Diese indigenen Gruppen waren auch f√ľr ihre Metall- und Keramikarbeiten bekannt, und tats√§chlich war der S√ľdpazifik Costa Ricas das Zentrum der Herstellung pr√§kolumbischer Objekte.

 

 

6) Der größte Regenwald Costa Ricas

La Amistad Int. Park, Costa Rica Photo: InBioDer Internationale Park La Amistad (PILA) ist nicht nur der gr√∂√üte Naturpark Costa Ricas mit fast 200.000 Hektar, sondern auch der einzige, 1982 von den Regierungen Costa Ricas und Panamas geschaffene, binationale Naturpark. Dies erkl√§rt den Namen La Amistad (die Freundschaft). Die gesamte Ausdehnung dieser riesigen, von beiden L√§ndern gesch√ľtzten Fl√§che betr√§gt nahezu 400.000 Hektar und beherbergt sowohl am Pazifik wie am Atlantik eine gro√üe Vielfalt an Feucht- und Nebelw√§ldern, einschlie√ülich Eingeborenen-Reservate.

Das Gebiet von Talamanca, ein gro√üer Teil des Parks, diente in Zeiten der Kolonie als Zufluchtsst√§tte f√ľr die Eingeborenen, die sich gegen die Unterdr√ľckung der spanischen Kolonisten wehrten. Die Abgeschiedenheit der Region, dank schwieriger geografischer Bedingungen, erlaubte ihren Bewohnern, viele ihrer traditionellen Lebensformen und Gebr√§uche zu bewahren.
 
La Amistad Int. Park, Costa Rica Photo: Katiana MurilloDer enorme kulturelle Reichtum und die au√üergew√∂hnlichen nat√ľrlichen Lebensr√§ume, Ergebnis unterschiedlicher H√∂henlagen, Bodentypen und Mikroklimata, waren der Grund f√ľr die Nominierung des Parks zum Biosph√§renreservat und Welterbe.
 
Im Park leben vom Aussterben stark bedrohte Arten, wie der Jaguar, die größte Raubkatze Amerikas und die Drittgrößte weltweit, sowie eine große Vielfalt anderer Wildtiere, einschließlich 400 Vogelarten, 263 Amphibien und Reptilien und 213 Säugetierarten. Viele andere Arten finden sich einzig und allein in diesem riesigen Regenwald.

 

 

7) Ein Taucherparadies

Diving in Costa Rica, Photo: Fundación Amigos de la Isla del CocoMit einer Meeresfl√§che, 10 Mal gr√∂√üer als die Landfl√§che und einer ungeheuren Artenvielfalt ist Costa Rica der ideale Ort f√ľr die Freunde des Tauchsports. Die meisten dieser Orte geh√∂ren zu l√§ngs des Landes gelegenen Wildschutzgebieten, wie der ber√ľhmte Nationalpark Isla del Coco, ebenfalls Weltkulturerbe. Sogar vom Rodale¬īs Scuba Magazine wurde die pazifische K√ľste Costa Ricas als eines der weltweit 5 wichtigsten Ziele f√ľr die Aus√ľbung fortgeschrittenen Tauchsports betrachtet.

Diving in Costa Rica, Photo: Fundación Amigos de la Isla del Coco532 km vor der pazifischen K√ľste gelegen, war die Isla del Coco in fr√ľheren Zeiten ein Zufluchtsort f√ľr Piraten, Kaufleute, Walf√§nger und sogar Kolonisten. Heute ist sie f√ľr ihre Natursch√§tze bekannt, die den eigenartigen und bedrohten Hammerhai, sowie Buckelwale, Flaschennasendelfine, die Echte Karettschildkr√∂te und eine Vielzahl von Korallenarten miteinschlie√üen, um nur einige zu nennen. Der ber√ľhmte franz√∂sische Ozeanograf Jacques Cousteau w√ľrdigte die Isla del Coco als "die sch√∂nste Insel der Welt".

Aber auch die karibische K√ľste besitzt ihre eigenen Weltwunder. Zum Beispiel ist das Wildschutzgebiet Gandoca-Manzanillo aufgrund seiner dort vorkommenden ungew√∂hnlichen Arten einzigartig. Auf einem nur 5 km¬≤ gro√üen Korallenriff entdeckten die Wissenschaftler 600 Moluskenarten, von denen 10% einzig auf der Welt sind. Generell betrachtet beherbergen die Meere Costa Ricas mindestens 6.777 Arten, welche 3,5% der auf diesem Planeten bekannten Arten repr√§sentieren und das Land auch in ein wahres Paradies f√ľr Tauchsportfreunde verwandeln.

 

 

8) Ein altes √úberlebensritual

Costa Rica Tourtles Photo: Emel RodríguezSie bewohnen die Erde seit mehr als 100 Millionen Jahren und √ľberlebten so extreme Klimawechsel wie die Eiszeiten. Costa Rica hat einige der weltweit wichtigsten Str√§nde der Eiablage, wo es noch m√∂glich ist, diesen tausendj√§hrigen √úberlebensritus zu beobachten.

Costa Rica Tourtles Photo: Kattiana MurilloSowohl am Pazifik wie am Atlantik kommen hunderte weibliche Meeresschildkr√∂ten f√ľnf verschiedener Arten an unsere K√ľsten, um die unerm√ľdliche Aufgabe der Arterhaltung zu erf√ľllen. Zum Beispiel wird Playa Ostional in Guanacaste als Haupteiablageort der Pazifischen Bastardschildkr√∂te betrachtet, die sich durch ihre gro√üen Massenanlandungen kennzeichnet.

An unseren K√ľsten legt auch die Lederr√ľckenschildkr√∂te ihre Eier ab, die nicht nur wegen ihrer Gr√∂√üe eine der au√üergew√∂hnlichsten Meeresschildkr√∂ten ist, - sie ist tats√§chlich die Gr√∂√üte der Welt, denn ihr Schildkr√∂tenpanzer misst 1,8 m und sie wiegt bis zu 400 kg -, sondern auch wegen des Zur√ľcklegens der gr√∂√üten, jemals bei Reptilien registrierten Entfernungen. Diese Strecke legt sie von ihrem Nahrungsgebiet bis zu dem Strand, wo sie geschl√ľpft ist, zur√ľck, um die Eier abzulegen. In einigen F√§llen sprechen wir von interkontinentalen Reisen. In Costa Rica kann man im Allgemeinen f√ľnf der sieben Meeresschildkr√∂tenarten, die auf diesem Planeten leben, beobachten: die Bastardschildkr√∂te, Lederr√ľckenschildkr√∂te, Suppenschildkr√∂te, Echte Karettschildkr√∂te und Unechte Karettschildkr√∂te.

 

 

9) Guayabo: ein Blick in die indigene Vergangenheit Costa Ricas

Guayabo, Costa Rica Photo: Kattiana MurilloDie bedeutendste arch√§ologische St√§tte Costa Ricas, das Nationaldenkmal Guayabo an den Flanken des Vulkans Turrialba, wurde 2009 zum Welterbe der Baukunst erkl√§rt, eine Auszeichnung, die die amerikanische Gesellschaft der Bauingenieure (ASCE, englische Abk√ľrzung) verleiht, eine der weltweit wichtigsten Organisationen dieser Art. Guayabo ist die dritte arch√§ologische St√§tte in Lateinamerika, die nach Machu Picchu und Tip√≥n in Peru diese Auszeichnung erh√§lt.
Guayabo verdiente diese Auszeichnung dank seines vor 700 Jahren erbauten und noch funktionierenden Systems von Aqu√§dukten sowie seinem als Durchgangsstra√üe benutzten Pflasterweg und Teil des Dr√§nagesystems, der bis zum Zeremonialzentrum f√ľhrt. Man kann auch heute noch seinen Originalentwurf erkennen, welcher sich auch in den Treppen aus runden Steinen, die zu den zentralen H√ľgeln f√ľhren, widerspiegelt. Diese dienten einmal als St√ľtze f√ľr die ber√ľhmten konischen, von S√ľdamerika beeinflussten Dachstrukturen aus Stroh und Binsen. Stein wurde im Allgemeinen zum Aufbau eines Systems von Gehwegen und Mauern benutzt, das Erosion und Erdrutsche verhindern sollte.  
 
Guayabo, Costa Rica Photo: Kattiana MurilloObwohl Guayabo bei der Ankunft der Spanier nicht mehr bewohnt war und die Ursachen seiner R√§umung ein Geheimnis bleiben, wei√ü man, dass die St√§tte √ľber Jahrhunderte einen hohen Entwicklungsstand und gro√üe kulturelle, politische und religi√∂se Bedeutung hatte, betont durch den Reichtum seiner Ressourcen und die Pr√§senz des Vulkans selbst. Guayabo wurde zwischen 300 vor Chr. und 1.400 nach Chr. erbaut und wurde von Eingeborenengruppen des als Area Intermedia bezeichneten Kulturgebiets bewohnt, das sich von Alajuela in Costa Rica bis Kolumbien, Venezuela und einem Teil Ecuadors erstreckt.

 

 

10) Eine perfekte Walschwanzflosse

Uvita Tombolo, Costa Rica Photo: Kattiana MurilloDie Landzunge von Uvita oder der D√ľnenstreifen, der den Kontinent mit einer kleinen Felseninsel verbindet, in der N√§he von Playa Dominical am S√ľdpazifik von Costa Rica gelegen, √§hnelt bei Ebbe einer perfekten Walschwanzflosse. Doch noch interessanter ist, dass der Ort und seine Umgebung einer der idealsten Orte zur Beobachtung der Buckelwale von Nord- und S√ľdamerika darstellt.

Uvita Tombolo, Costa Rica Photo: Kattiana MurilloDiese warmen Gew√§sser sind gerade das, was die Wale suchen, wenn der Winter ihre Heimatorte erreicht. Die Buckelwale aus dem Norden kann man gew√∂hnlich von Dezember bis April und die aus dem S√ľden von Juli bis Oktober beobachten.

Das Schauspiel ist beeindruckend, wenn man bedenkt, dass diese Wale bis zu 16 m lang werden und 40 Tonnen wiegen k√∂nnen. Ihren Namen verdanken sie dem kleinen Buckel vor der Wirbels√§ule, der deutlich wird, wenn sie auftauchen und im Wasser springen: Es ist ein absolut unvergessliches Schauspiel, vor allem, wenn Sie das Gl√ľck haben eine Kuh mit ihrem Kalb zu beobachten.

 

 

11) Canopy-Tour, urspr√ľnglich aus Costa Rica

Costa Rica Canopy Tour Photo: Kattiana MurilloIn den neunziger Jahren in Costa Rica entstanden, ist die Canopy-Tour die unmittelbarste Erfahrung, sich beim Fortbewegen zwischen den Baumwipfeln wie ein Affe zu f√ľhlen. Es ist eine der besten Formen, die Baumkronen zu erforschen, wo sich die gr√∂√üte Vielfalt des Regenwalds findet und um ein Bewusstsein f√ľr dieses empfindliche √Ėkosystem zu schaffen.

Costa Rica Canopy Tour Photo: Colinas del PoasDie Canopy-Tour besteht aus einer Reihe, zwischen den B√§umen gespannten Stahlseilen, an welchen Sie unter Benutzung einer an einen Kletterg√ľrtel befestigten Seilrolle entlanggleiten k√∂nnen (Klettergeschirr). Die Kabel variieren in der L√§nge (sie k√∂nnen bis zu 700 m lang sein) und enden an den in die Baumkronen gebauten Holzplattformen, welche sich ebenfalls 30 m √ľber den Waldboden erheben. Die Auswirkung auf die Vegetation ist auf jeden Fall minimal. Dies erkl√§rt, warum vor mehr als 3 Jahrzehnten die Biologen die Ersten waren, die diese Technologie zur Forschung anwendeten.

Die Canopy-Tour wurde an die verschiedensten Umwelt- und Landschaftstypen im Land, einschlie√ülich der Berge, Schluchten, Fl√ľsse, Wasserf√§lle und Nebel-, Tropen- und Trockenw√§lder angepasst. Die Tour wurde auch in andere lateinamerikanische L√§nder wie Jamaika, Mexico, Guatemala, Nicaragua und Belize exportiert.

 

 

12) Costa Rica: ein bevorzugtes Land zum Surfen

Costa Rica Surf Photo: Federacion Nacional de SurfEs scheint, dass jeder Surfer, der das Land besucht damit √ľbereinstimmt, dass Costa Rica einer der weltweit besten Orte f√ľr den Wellensport ist. Es ist kein Zufall, dass das Land als drittpopul√§rstes Surfziel nach Hawai und Indonesien gilt. Die Gr√ľnde sind einfach: Str√§nde mit hervorragenden Wellen w√§hrend des ganzen Jahres, angenehmes Klima, warmes Wasser, freundliche Leute und vern√ľnftige Preise.

Letztes Jahr fand sogar der größte Surfwettbewerb der Welt, die Billabong World Surfing Games 2009, unter der Teilnahme von 35 Ländern in Costa Rica statt.

Costa Rica Surf Photo: Kattiana MurilloUm Gastgeberland der Spiele zu werden, triumphierte Costa Rica gegen√ľber L√§ndern wie Brasilien und S√ľdafrika, zwei ber√ľhmten Surfzielen, teilweise dank der immer bedeutenderen Rolle der costaricanischen Surfer im Ausland.

Das Land ist auch eines der wenigen auf der Welt, das zwei gro√üe Ozeane nur 6 Stunden voneinander entfernt bietet. Dies erm√∂glicht, bei Sonnenaufgang im Pazifik zu surfen und den Tag mit dem Reiten der Atlantikwellen bei Sonnenuntergang zu beenden. Definitiv, ein ideales Paradies f√ľr die Freunde des Surfens.

 

13) Natur auf der Haut

Costa Rica Spa Photo: XandariStellen Sie sich vor, dass diese k√∂stliche Tasse Kaffee, diese frisch zubereitete erfrischende Pi√Īa Colada, die aromatischen Kr√§uter, die Ihrem Salat den Geschmack geben oder sogar der Duft der Wildblumen, den Sie einatmen, Teil Ihrer Haut werden k√∂nnten. Diese Bestandteile mit verschiedenen Gesundheits-, Entspannungs-, und Sch√∂nheitsbehandlungen zu verbinden, ist in Costa Rica m√∂glich.
 
Im ganzen Land k√∂nnen Sie Spas finden, die internationale Qualit√§tsstandards mit der menschlichen W√§rme und personalisierten Betreuung der Costaricaner verkn√ľpfen.

Wenn Sie hier noch eine unendliche Vielfalt zertifizierter Naturprodukte, Kreativit√§t und Kenntnisse hinzuf√ľgen, ist das Ergebnis eine Gro√üzahl von Nutzen, die Ihre Haut wieder verj√ľngen werden. Diese Produkte helfen Ihnen, dank der geschickten H√§nde lokaler Therapeuten, sowohl Ihre physische wie ihre seelische Gesundheit zu verbessern.

Costa Rica Spa Photo: Kattiana MurilloDie heilenden Ingredienzen enthalten Kaffee, braunen Zucker und sogar Kokosnuss. Sie k√∂nnen sie zum Peeling Ihrer Haut benutzen und ihr bei der Eliminierung von abgestorbenen Zellen und Toxinen helfen oder Ihren Blutkreislauf st√§rken, damit die positive Energie in Ihrem gesamten K√∂rper flie√üen kann. Eine Form, dies zu tun, besteht in der Anwendung der popul√§ren Wraps oder Packungen, in denen vulkanischer Schlamm, tropische Fr√ľchte und sogar Schokolade verwendet werden, um die Haut zu hydratisieren, w√§hrend sie mit Vitaminen und Mineralien gen√§hrt wird.

Speziell gestaltete Orte, um eine ideale Atmosphäre mit sanfter Musik und einer Geräuschkulisse von Meer oder Wald anzubieten, können individuell, als Paar, unter Freunden oder in der Familie genossen werden.

 

14) Die Kraft der Gewässer einfangen

Costa Rica Rafting Photo: Kattiana MurilloJeder Abenteurer oder Naturfreund sollte die Erfahrung erleben, auf den Stromschnellen Costa Ricas zu navigieren. Der Grund ist einfach: Ihnen werden nicht nur Weltklasse-Stromschnellen, sondern auch eine beeindruckende tropische Landschaft geboten, wo Sie während der Fahrt auf den ruhigen Streckenabschnitten ein vielfältiges Wildleben sehen werden und sich auf mehr Aktion vorbereiten.

Die turbulenten Gew√§sser k√∂nnen von Personen jeden Alters ab zw√∂lf Jahren befahren werden. Sie k√∂nnen zwischen Stromschnellen der Klasse II f√ľr Anf√§nger bis zur Klasse IV f√ľr Fortgeschrittene oder Freunde des Adrenalins w√§hlen. Diese Hochleistung erfordert die F√§higkeit, ein Boot nach den Anweisungen des F√ľhrers √ľber Wasser zu halten, wobei der Rest der Mannschaft synchron rudert.

Costa Rica Rafting Photo: Kattiana MurilloWenn Sie in dieser Sportart ein Neuling sind, k√∂nnen Sie auf den Fl√ľssen Sarapiqu√≠ oder Corobic√≠ fahren. Andere, wie der Reventaz√≥n, haben Abschnitte f√ľr Anf√§nger und eindrucksvolle turbulente Gew√§sser f√ľr die Fortgeschrittenen, w√§hrend derjenige, der eine Reise mit viel Aktion sucht, sich die Fl√ľsse Pacuare und Naranjo nicht entgehen lassen sollte.

Ersterer, an der karibischen Abdachung, bietet die intensivste Erfahrung, einschlie√ülich einer zweit√§gigen Reise, wo Sie im Wald zelten und Wasserf√§lle erforschen, die Schlucht des Flusses durchqueren und in den ruhigen Flussabschnitten einen erfrischenden Sprung ins Wasser machen k√∂nnen. Auch besteht die M√∂glichkeit, dass Sie von Reihern, Tukanen, Faultieren und Mantelbr√ľllaffen an einem Ort willkommen gehei√üen werden, den Sie niemals vergessen werden.

 

15) Ein Vogel, der nicht unbemerkt bleibt

Costa Rica Scarlet Macaw Photo: Kattiana MurilloSein Gefieder ist vorwiegend scharlachrot, dagegen sind die Schwanzfedern bl√§ulich. Dies macht den hellroten Ara (Guacamayo, Ara Macao) zu einem der sch√∂nsten V√∂gel der amerikanischen Tropen. In der Tat bleibt dieser Vogel, mit seiner L√§nge von nahezu einem Meter, wobei der eindrucksvolle, spitz zulaufende Schwanz mehr als die H√§lfte ausmacht, nicht unbemerkt. Zumal man ihn h√§ufig paarweise oder in Paargruppen beobachten kann. Im letzteren Fall bietet er beim Flug √ľber die Baumwipfel ein unvergessliches Schauspiel.

Er lebt in den Regenw√§ldern des Tieflands, in Gebieten mit offenem Baumbestand sowie an den Flussufern und Ebenen Zentral- und S√ľdamerikas. Seine Verbreitung reicht von Mexiko bis zum Amazonasbecken.
  
Costa Rica Scarlet Macaw Photo: Kattiana MurilloEin interessantes Detail √ľber die Aras ist die Tatsache, dass sie nicht nur monogam sind, sondern auch eine lebenslange Partnerschaft eingehen. Dies bedeutet, dass beim Tod eines Partners der andere allein bleibt. Dies k√∂nnte f√ľr eine lange Zeit sein, wenn man bedenkt, dass diese V√∂gel 50 Jahre und mehr leben k√∂nnen.

Ein andere Besonderheit ist die Benutzung des Schnabels als Hilfe nicht nur beim Fressen, sondern auch als "dritter Fu√ü" beim Klettern. Der kr√§ftige Schnabel diente dem Zerdr√ľcken von Samen, w√§hrend die dicke fleischige Zunge die Nahrung im Schnabel bewegt. Die Aufzucht findet in der ersten Jahresh√§lfte statt und das Nest befindet sich gew√∂hnlich in der Aush√∂hlung eines gro√üen abgestorben Baumes, die vorher von einem Specht angelegt und bewohnt wurde. Obwohl die Jungen nackt schl√ľpfen, sind sie bereits nach sechs Monaten schwierig von den Eltern zu unterscheiden.

 

16) Ein Vulkan in der Hauptstadt

Costa Rica Irazu Volcano Photo: Kattiana MurilloDer in der Geschichte aktivste Vulkan in Costa Rica, der Iraz√ļ, ist gleichzeitig auch der gr√∂√üte Nachbar der Stadt San Jos√©. Genau 30 Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt entfernt gelegen, erhebt sich dieser Riese bis zu 3.432 Metern √ľber Meeresh√∂he. Und dank seiner H√∂he sind von seinem Gipfel an einem klaren Tag sowohl der Pazifische Ozean wie auch das Karibische Meer zu sehen.

Der Vulkan Iraz√ļ ist au√üerdem seit 1955 Nationalpark und weist f√ľnf Krater auf. Sein Name kommt vom einheimischen Wort "Istar√ļ", was "Berg des Bebens und des Feuers" bedeutet. Obwohl er der h√∂chste Berg des Landes ist, l√§sst sich sein Gipfel leicht mit einem normalen Fahrzeug erreichen. Dies macht den Vulkan f√ľr jeglichen Besucher √§u√üerst leicht zug√§nglich.

Costa Rica Irazu Volcano Photo: Kattiana MurilloIm Hauptkrater des Iraz√ļ befindet sich eine schwefelhaltige Lagune in wundersch√∂nem T√ľrkis, die im Durchmesser nahezu einen Kilometer misst und 300 Meter tief ist. Seine Wassertemperatur betr√§gt im Durchschnitt 35 Grad Celsius und erreicht im Bereich der Schlote bis zu 70 Grad. Der Gipfel ist von einer faszinierenden Paramo-Vegetation bedeckt, bestehend aus niedrigem Buschwerk und einer weiten Halbw√ľstenlandschaft, die irgendwie der Mondoberfl√§che √§hnelt.

Die Fahrt zum Iraz√ļ ist ein gem√§chlicher Ausflug durch fruchtbares Ackerland und wundersch√∂ne Landschaften. Der erste registrierte Ausbruch dieses Vulkans erfolgte 1732 und die aktivste Periode endete 1963. Er scheint zu schlafen, keiner wei√ü jedoch wie lange....

 

17) Das Geheimnis der Langlebigkeit verbirgt sich in Costa Rica

Costa Rica Nicoya Guanacaste Photo: ?Die Alten der Halbinsel Nicoya im S√ľden von Guanacaste, von denen viele √ľber 90 Jahre alt werden, z√§hlen weltweit zu den Langlebigsten. Dies zeigte eine Studie des Demografen Luis Rosero Bixby von der Universit√§t von Costa Rica, der 2004 feststellte, dass die Rate der 90-j√§hrigen Costaricaner im Vergleich zum Gebiet von Guanacaste generell um 10 Prozent niedriger liegt.

Bei einer Ausdehnung von ungef√§hr 4.100 km2 und einer Bev√∂lkerung von etwa 132.000 Personen, √ľberschreiten in dieser Region, gem√§√ü der Daten des Zentralamerikanischen Bev√∂lkerungszentrums (Centro Centroamericano de Poblaci√≥n CCP) derzeit 5000 Bewohner das Alter von 75 Jahren. Die Langlebigkeitszone schlie√üt die Kantone von Carrillo, San Cruz, Nicoya und Nandayure ein.

Der Forscher stellte auch fest, dass generell die M√§nner des Landes weltweit die h√∂chste Lebenserwartung aufweisen. Dies bedeutet, dass ein Costaricaner, der sein achtzigstes Lebensjahr erreicht, durchschnittlich noch 8,2 Jahre l√§nger leben kann. Und einer, der die Neunzig erreicht, kann durchschnittlich noch 4,4 Jahre l√§nger leben und √ľbertrifft damit Nationen wie Japan, die USA und Island.

Dies erregte nachdr√ľcklich die Aufmerksamkeit des Schriftstellers Dan Buettner, Gr√ľnder von Bluezones.com, der sich zur Aufgabe machte, die sogenannten "blue zones" oder Blauen Zonen der Langlebigkeit auf dem Planet zu identifizieren; das hei√üt jene Orte, wo die Menschen nicht nur l√§nger leben, sondern auch eine bessere Gesundheit als die umliegende Bev√∂lkerung aufweisen.

So besuchte Buettner mit der Unterst√ľtzung von National Geographic und Allianz Life und zusammen mit dem namhaften Experten f√ľr Langlebigkeit, Michael Poulain, im August 2007 Nicoya, um sich mit Rosero zu treffen und dessen Information zu √ľberpr√ľfen.

Sie entdeckten nicht nur, dass die Information korrekt war, sondern dass tats√§chlich eine Blaue Zone in Nicoya existiert, wo die Menschen l√§nger leben, als die im √ľbrigen Land. Weitere Blaue Zonen auf dem Planeten sind die Inseln Sardinien (Italien) und Okinawa (Japan) sowie das Tal von Loma Linda (Kalifornien).

Wie die Wissenschaftler belegen, werden weniger als 25 Prozent unserer Lebenserwartung durch Gene bestimmt: Der Langlebigkeit unserer Eltern und Gro√üeltern. Der Rest h√§ngt von der Lebensweise und unseren allt√§glichen Gewohnheiten ab. Deswegen √ľberraschen Sie vielleicht die Ergebnisse von Nicoya und obwohl Sie nicht dort leben, kann vieles davon Ihnen helfen, nicht nur ein gl√ľcklicheres, sondern auch l√§ngeres Leben zu leben.

Zus√§tzlich zu den, f√ľr die Region typischen Faktoren, wie das kalziumreiche Wasser, das die Knochen st√§rkt und eine traditionelle Ern√§hrung reich an Fr√ľchten und Nixtamal (mit Kalk versetzter gekochter Mais, Tortilla), die Antioxidantien, Niacin und Aminos√§uren enthalten, gibt es noch andere Geheimnisse hinsichtlich der Lebensweise der Menschen.

So sind nicht nur das Leben in Familie, Vertrauen und k√∂rperliche Arbeit, die in Form h√§lt, Teil des Geheimnisses der Langlebigkeit der Nicoyaner, sondern auch die Existenz eines Lebensplans und Lebenszwecks, der sie zu einem aktiven Leben auch √ľber sie selbst hinaus antreibt. Schlie√ülich und nicht weniger wichtig ist ein Leben im Einklang mit dem, was man ist und was man hat, was letztlich zum Gl√ľcklichsein f√ľhrt, die Endorphine steigert und zu einer St√§rkung des Immunsystems f√ľhrt.

Anscheinend sind die Menschen von Nicoya nicht nur an sich selbst interessiert, sondern auch an den Anderen und sie befinden sich in einem lebenslangen Lernprozess. Und dies scheint auszureichen, um jedes Jahr eine weitere Kerze ausblasen zu können.

 

18) Die außergewöhnlichste Reise längs des amerikanischen Kontinents.

Costa Rica Migratory species Photo: Carlos Díaz y Gabriela BlancoMan denkt, sie besitzen eine biologische Uhr und sind gute Geografen, denn viele erkennen Fl√ľsse, Berge und St√§dte wieder; von einigen sagt man sogar, sie seien gro√üe Astronomen, denn sie richten sich nach der Sonne, den Sternen und sogar nach dem Magnetfeld der Erde; andere erkennen chemische Ger√ľche und Meeresstr√∂mungen wieder.

Sicher ist, dass j√§hrlich Millionen von Wandertierarten, sei es durch das Wasser, √ľber Land und durch die Luft, enorme Entfernungen √ľber den amerikanischen Kontinent hinweg zur√ľcklegen. Einige kommen sogar nach Costa Rica, auf der Suche nach besseren klimatischen Bedingungen, reichhaltigerer Nahrung oder einem geeigneten Milieu zur Reproduktion, was allgemein mit der hei√üesten Jahreszeit zusammentrifft.

Auf dieser Odyssee, h√§ufig unter gro√üen Herausforderungen, reisen einige Arten hin und zur√ľck bis zu 32.000 km. Dies trifft zu f√ľr Walarten, Flederm√§use, V√∂gel, Fische, Meeresschildkr√∂ten und sogar Insekten, wie dem Monarchfalter (Danaus plexippus). Die Mehrheit fl√ľchtet vor dem nordamerikanischen Winter zur Nahrungssuche in den S√ľden des Kontinents. Danach kehrt sie zu ihren Futterpl√§tzen im Norden zur√ľck, wenn der Fr√ľhling die so begehrte Nahrung wieder wachsen l√§sst.

So kleine Arten wie der Rubinkehlkolibri (Archilochus colubris), der nur 10 cm misst, fliegen ohne Rast 26 Stunden von Kanada und den USA bis Zentralamerika eine Flugstrecke von 1.050 km bei einer Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometern, wobei sogar der Golf von Mexiko √ľberquert wird. Wenn der Kappenwalds√§nger (Reinita Rayada, Dendroica Striata) mit seinen gerade 13 cm statt K√∂rperfett Benzin verbrauchen w√ľrde, h√§tte er einen Verbrauch von 1 Gallone auf 1.152.000 km.

Und der weiteste, je bekannte individuelle Wanderzug eines S√§ugetieres war der eines Buckelwals (Megaptero novaeangliae), urspr√ľnglich an einer Halbinsel der Antarktis gesehen und danach bei der Halbinsel Santa Elena, Costa Rica, mit einer Gesamtstrecke von 11.500 km.

Auf dem amerikanischen Kontinent, von der Arktis bis zur Antarktis, sind die Wandertierarten lebenswichtige √∂kologische und √∂konomische Ressourcen, die gemeinsam von den Nationen und Bewohnern der westlichen Hemisph√§re genutzt werden. Diese sind Nahrungsressourcen, Lebens- und Erholungsgrundlagen, und sie besitzen f√ľr die Gesellschaft einen bedeutenden biologischen, kulturellen und wirtschaftlichen Wert.

 


* Katiana Murillo ist eine costaricanische Journalistin, die sich auf Umwelt- und Tourismusthemen spezialisiert hat. Zurzeit arbeitet sie f√ľr die Kommunikationsallianz zur nachhaltigen Entwicklung und als Beraterin in diesen Themen. Sie hat auch B√ľcher √ľber Umwelterziehung, Tourismuszeitschriften und Anleitungen f√ľr Journalisten und Organisationen geschrieben.

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